Hintergrund

Gemeinsam knüpfen wir das Netz,
     das uns auch selbst einmal tragen soll.

Freies Geben, das nicht dem Verstand folgt,
     sondern unserem Herzen.

Hospizbegleiter schenken Zeit.

Information zur Ausbildung zur Hospizbegleitung

Hospizbegleiter kann jeder werden, der sich für Fragen am Ende unseres Lebens interessiert und eine hospizliche Haltung weitertragen möchte, in der Sterben, Tod und Trauer als Themen des Lebens vermittelt werden.

Sie begleiten und betreuen Schwerstkranke, Sterbende und deren Angehörige. Sie hören zu, sie führen Gespräche, sie nehmen am alltäglichen Leben der Betroffenen teil und können ihnen Hilfestellungen praktischer Art im Alltag geben.

Hospizbegleiter schenken etwas, das heute rar geworden ist: Zeit. Obgleich wir eine rasante Verbesserung, Ausweitung und Spezialisierung im Gesundheitswesen durchgemacht haben, ist eines seltener geworden: das Gespräch am Krankenbett.

Hospizbegleiter sind Ent-schleuniger. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, durch so scheinbar einfache Dinge wie „da sein“ einen Ort zu schaffen, der auch für schwerkranke und sterbende Menschen heutzutage nicht selbstverständlich ist: einen Raum der Ruhe, des Schutzes und der Entspannung.

Hospizbegleiter…

  • schenken Schutz und Zuwendung
  • wahren Vertraulichkeit
  • achten auf die Wünsche und Bedürfnisse schwerstkranker Menschen und deren Angehöriger
  • bringen etwas Lebensnormalität in eine Extremsituation
  • entlasten Familie und Freunde
  • tragen dazu bei, dass die Betroffenen in ihrer gewünschten Umgebung verbleiben können
  • werden ständig weitergebildet
  • erhalten regelmäßige Supervision
  • sind Teil eines Teams

Ausbildung zum Hospizbegleiter
Die Ausbildung zum Hospizbegleiter beim Hospizverein Dänischer Wohld e.V. umfasst ca. 150 Stunden (Minimum für die Zertifizierung sind 120 Stunden), die aufgeteilt sind in mehrere Theorie-Einheiten und ein Praktikum. Hinzu kommen abendliche Fortbildungen – sowohl während der Kurszeiten als auch sobald die Begleitungen begonnen haben. Wichtiger Bestandteil ist ebenfalls das Angebot, das Erlebte mitzuteilen und zu reflektieren (Supervision).

Die meisten Hospizbegleiterinnen und Begleiter erleben ihre Arbeit (Mindestaufwand während einer Begleitung sind drei Stunden pro Woche) als sehr bereichernd.

Obschon es sich um eine an sich traurige und endliche Abschiedssituation handelt, wird häufig viel gelacht.

Jemand, der nicht mehr lange zu leben hat, sieht die Welt anders. Wir können viel von ihm lernen.

Falls Sie sich für die Ausbildung zum Hospizbegleiter interessieren, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf!